Ökumenische Darlehensfonds (ECLOF)

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Neue HorizonteNeue Horizonte > Juni 2001

 

 

In Dieser Ausgabe

 

Während des jüngsten ECLOF-Regionalworkshops Lateinamerika/Karibik hielt Susana Pinilla, die geschäftsführende Direktorin und Gründerin des peruanischen Instituto para el Desarrollo de la Micro y Pequeña Empresa (Institut für die Entwicklung von Mikro- und Kleinbetrieben - IDESI), die Soziologin, Anthropologin und internationale Beraterin für die Entwicklung von Mikrobetrieben ist, einen Vortrag über “Gegenwärtige Trends in der Entwicklung neuer Finanzprodukte von Mikrofinanzierungseinrichtungen in Lateinamerika unter besonderer Berücksichtigung von Peru”.

 

 

Alice Keugne Youmbi, die Verwaltungsratsvorsitzende von ECLOF-Kamerun, erklärt, wie das Miteinanderteilen von Ressourcen und engagierte Arbeit die Mikrofinanzierung in ihrem Land vorangebracht haben.

 

 

Im Bereich der Mikrofinanzierung gibt es drei verschiedene Gruppen, die ein Interesse an der Darlehensvergabe haben.

Zunächst einmal gibt es die Kunden - die Menschen also, die Darlehen beantragen und erhalten. Dann gibt es die Finanzierungseinrichtung selbst - in unserem Fall also ECLOF-Simbabwe (ZECLOF). Und schließlich sind da noch weitere Akteure, die weder Mikrodarlehensgeber noch -nehmer sind, aber Einfluss auf beide Gruppen haben.

 

Der folgende Artikel* von Dr. Christian Berg, dem damaligen Direktor der Nothilfe und Inneren Mission der Evangelischen Kirche in Deutschland erschien im Jahresbericht von ECLOF 1959. Er wird unsere Leser und Leserinnen interessieren.

Es ist weithin bekannt, dass der Ökumenische Darlehensfonds vielen Mitgliedskirchen des Ökumenischen Rates der Kirchen gute Dienste leistet. Ich will daher nicht im Einzelnen auf seine verschiedenen Aufgabenbereiche und Erfolge eingehen, sondern möchte auf einige Punkte hinweisen, die zu einem besseren Verständnis dieser einzigartigen Form ökumenischer Hilfe unter Kirchen und Missionsgesellschaften führen können. Ich glaube, dass die Bedeutung von ECLOF hauptsächlich auf vier Prinzipien beruht:

1) Langfristig gesehen ist es für Kirchen, die ja selbst anderen helfen wollen, leichter, Darlehen anzunehmen als Zuwendungen zu empfangen. Wie oft haben verantwortliche Kirchenleute aus Ostdeutschland mir schon gesagt, dass es ihnen unangenehm sei, immer noch um Hilfe für den Bau von Kirchen und Gemeindezentren, für karitative Einrichtungen und viele andere wichtige kirchliche Aufgaben bitten zu müssen, wo sie doch schon zehn Jahre lang Hilfe in unterschiedlicher Form erhalten hätten. Sie begrüßten sehr die "Brot für die Welt"-Kampagne, die ihnen Gelegenheit bot, zu zeigen, dass auch sie anderen helfen konnten.

 
 
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