ECLOF-Verwaltungsratsmitglieder
müssen engagierte, sachorientierte und kompetente Arbeit
leisten.
Dies ist eine der Maximen, die zu den Zehn Geboten"
der ECLOF-Mitgliedschaft zählen, erklärte Thomas
Kandasami beim ECLOF-Regionalworkshop Asien, der im März
2000 in Sri Lanka stattfand (s. vollst. Bericht S
.
).
Thomas Kandasami aus Indien ist Spezialist für Finanzmanagement
und Organisation von gemeinnützigen Einrichtungen.
In einem anregenden Referat über Aufgaben und Verantwortung
von ECLOF-Verwaltungsratsmitgliedern und Personal beschrieb
er den Inhalt dieser Gebote.
Mitglieder müssten Kreativität, Kampfgeist, Mut
und Ausdauer mitbringen, mit Konflikten umgehen und mit
neuen Ideen und praktischen Vorschlägen aufwarten können,
so Kandasami. Sie sollten einen echten persönlichen
Beitrag zur Arbeit von ECLOF leisten.
Regionalworkshop
Asien
Der
ECLOF-Regionalworkshop Asien findet alle vier Jahre statt
und ist ein Treffpunkt für Mitglieder des Verwaltungsrates
und der nationalen ECLOF-Komitees (NECs) aus der Region
und darüber hinaus. Mitglieder des Genfer ECLOF-Verwaltungsrates
und des Sekretariats nehmen ebenfalls teil.
Während der letzten Märzwoche 2000 fand der
jüngste Regionalworkshop Asien in Watala, Sri Lanka,
statt. Abgeordnete aus Sri Lanka, den Philippinen und
Myanmar nahmen zusammen mit Vertretern der NECs aus Kenia,
Sambia, Armenien und Bolivien und Referenzpersonen aus
Sri Lanka und Indien teil. ECLOF-Kunden und Mitglieder
von Nichtregierungsorganisationen in Sri Lanka sowie ein
Mitglied des CVJF-Pakistan waren ebenfalls dabei. Mehr
als die Hälfte der Teilnehmenden an dem Workshop
waren Frauen.
Eine
neue Veröffentlichung zu ECLOF
Zum
ersten Male sind die Strategien und Leitlinien des Ökumenischen
Darlehensfonds (ECLOF) sowie detaillierte Angaben zu Vision
und Auftrag der Organisation in einem Dokument erhältlich.
1996 wurde anlässlich des fünfzigsten Jahrestags
der Gründung von ECLOF eine Arbeitsgruppe eingerichtet,
die sich mit den Strategien und Erfahrungen von ECLOF
in der jüngsten Zeit auseinandersetzen und prüfen
sollte, wie es um die Mikrofinanzierung und das Engagement
der ökumenischen Bewegung in diesem Bereich steht
Begegnung
mit ECLOF-Kunden
G.P.
Sriyalatha aus Sri Lanka hat drei Kinder. 1988 musste
sie mit ihrer Familie ihr Heim verlassen, weil ihre Stadt
in einem Gebiet lag, das für die Entstehung des Kapatha-Staudamms
unter Wasser gesetzt werden sollte. Ihre Familie und sie
selbst leben jetzt in der Nähe des neuen Stausees.
Als Frau Sriyalathas Ehemann erkrankte, fiel es der Familie
sehr schwer, über die Runden zu kommen, und so verkaufte
Frau Sriyalatha ein Viertel Morgen ihres Landes für
50 000 Rp (695 US$). Mit diesem Geld erwarb sie ein Becken,
in dem sie anfing, tropische Zierfische zu züchten.
Armenien,
das nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion keine Absatzmärkte
für seine Produkte mehr hatte, verfügt heute
nicht mehr über seine ehemaligen Industriestrukturen.
Zusammen mit dem Krieg gegen Aserbaidschan um Nagorny
Karabach (und der damit verbundenen Wirtschaftsblockade
der Türkei) sowie dem zerstörerischen Erdbeben
von 1989 brachte dies das Land in eine sehr schwierigen
Lage. Der begrenzte Zugang für Import oder Export
führt durch Georgien und den Iran. Der armenische
Völkermord von 1920 ist immer noch fest im Volksbewußtsein
verankert, genauso wie der damit einhergehende Verlust
von Gebieten in der Türkei.