Ökumenische Darlehensfonds (ECLOF)

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Neue HorizonteNeue Horizonte > Juni 2000

 

ECLOF-Verwaltungsratsmitglieder müssen engagierte, sachorientierte und kompetente Arbeit leisten.

Dies ist eine der Maximen, die zu den „Zehn Geboten" der ECLOF-Mitgliedschaft zählen, erklärte Thomas Kandasami beim ECLOF-Regionalworkshop Asien, der im März 2000 in Sri Lanka stattfand (s. vollst. Bericht S…. ).

Thomas Kandasami aus Indien ist Spezialist für Finanzmanagement und Organisation von gemeinnützigen Einrichtungen. In einem anregenden Referat über Aufgaben und Verantwortung von ECLOF-Verwaltungsratsmitgliedern und Personal beschrieb er den Inhalt dieser Gebote.

Mitglieder müssten Kreativität, Kampfgeist, Mut und Ausdauer mitbringen, mit Konflikten umgehen und mit neuen Ideen und praktischen Vorschlägen aufwarten können, so Kandasami. Sie sollten einen echten persönlichen Beitrag zur Arbeit von ECLOF leisten.

Regionalworkshop Asien Up

Der ECLOF-Regionalworkshop Asien findet alle vier Jahre statt und ist ein Treffpunkt für Mitglieder des Verwaltungsrates und der nationalen ECLOF-Komitees (NECs) aus der Region und darüber hinaus. Mitglieder des Genfer ECLOF-Verwaltungsrates und des Sekretariats nehmen ebenfalls teil.

Während der letzten Märzwoche 2000 fand der jüngste Regionalworkshop Asien in Watala, Sri Lanka, statt. Abgeordnete aus Sri Lanka, den Philippinen und Myanmar nahmen zusammen mit Vertretern der NECs aus Kenia, Sambia, Armenien und Bolivien und Referenzpersonen aus Sri Lanka und Indien teil. ECLOF-Kunden und Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen in Sri Lanka sowie ein Mitglied des CVJF-Pakistan waren ebenfalls dabei. Mehr als die Hälfte der Teilnehmenden an dem Workshop waren Frauen.

Eine neue Veröffentlichung zu ECLOF Up

Zum ersten Male sind die Strategien und Leitlinien des Ökumenischen Darlehensfonds (ECLOF) sowie detaillierte Angaben zu Vision und Auftrag der Organisation in einem Dokument erhältlich.

1996 wurde anlässlich des fünfzigsten Jahrestags der Gründung von ECLOF eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit den Strategien und Erfahrungen von ECLOF in der jüngsten Zeit auseinandersetzen und prüfen sollte, wie es um die Mikrofinanzierung und das Engagement der ökumenischen Bewegung in diesem Bereich steht

 

 

Begegnung mit ECLOF-Kunden Up

G.P. Sriyalatha aus Sri Lanka hat drei Kinder. 1988 musste sie mit ihrer Familie ihr Heim verlassen, weil ihre Stadt in einem Gebiet lag, das für die Entstehung des Kapatha-Staudamms unter Wasser gesetzt werden sollte. Ihre Familie und sie selbst leben jetzt in der Nähe des neuen Stausees.

Als Frau Sriyalathas Ehemann erkrankte, fiel es der Familie sehr schwer, über die Runden zu kommen, und so verkaufte Frau Sriyalatha ein Viertel Morgen ihres Landes für 50 000 Rp (695 US$). Mit diesem Geld erwarb sie ein Becken, in dem sie anfing, tropische Zierfische zu züchten.

Ein Land im Übergang Up

George Petty, ECLOF-Mitarbeiter in Genf, über seinen Besuch in Armenien.

Armenien, das nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion keine Absatzmärkte für seine Produkte mehr hatte, verfügt heute nicht mehr über seine ehemaligen Industriestrukturen.

Zusammen mit dem Krieg gegen Aserbaidschan um Nagorny Karabach (und der damit verbundenen Wirtschaftsblockade der Türkei) sowie dem zerstörerischen Erdbeben von 1989 brachte dies das Land in eine sehr schwierigen Lage. Der begrenzte Zugang für Import oder Export führt durch Georgien und den Iran. Der armenische Völkermord von 1920 ist immer noch fest im Volksbewußtsein verankert, genauso wie der damit einhergehende Verlust von Gebieten in der Türkei.

 
 
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