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Parallelen
zwischen der ökumenischen Bewegung und ECLOF sind sicher
kein Zufall. Sie sind das Ergebnis einer echten Partnerschaft.
Pfrin.
Myra Blyth - Direktorin, ÖRK
Das
erste in Europa vergebene Darlehen ging an die Kirche von
Chabeuil, Frankreich. Mit seiner Hilfe wurde einem stillgelegten
Bahnhof ein weiteres Stockwerk hinzugefügt, um ihn als
Pfarrhaus nutzen zu können.
Die
erste Sitzung des ECLOF-Verwaltungsrates fand am 29. März
1946 statt. Der Genfer Bankier Gustave Hentsch und der niederländische
Kirchen-vertreter Dr. Vissert Hooft, später erster
Generalsekretär des ÖRK, übernahmen bei dieser
Sitzung eine führendeRolle. Im April 1947 wurde dann
ECLOF offiziell gegründet und mit der Aufgabe betraut,
den Aufbau von durch den Krieg zerstörten Kirchen in
Europa zu fördern.
1948
wurde der ÖRK gegründet. Da Dr. Vissert Hooft
bei ECLOF und im ÖRK stark engagiert war, kam es von
Anfang an zu einer engen Zusammenarbeit. Die Diskussionen
und Resolutionen der ÖRK-Vollversammlungen und Konsultationen
haben einen starken Einfluß auf die strategischen Entscheidungen
von ECLOF gehabt.
Nach
der ÖRK-Vollversammlung von Uppsala 1968 und der nachfolgenden
Konsultation von Montreux 1970 erweiterte ECLOF sein Mandat
um die Entwicklungsförderung von Kirchen und Gemeindeorganisationen
im Süden. Die Schuldenkrise der 70er und 80er Jahre in
den Entwicklungsländern stellten für ECLOF eine
neue Heraus-forderung dar, sich zum Fürsprecher und Förderer
von Gerechtigkeit für wirtschaftlich benachteiligte Randgruppen
zu machen.
Die
ÖRK-Weltkonsultation zu Koinonia 1987 in El Escorial
wies darauf hin, daß das Teilen von Ressourcen auch
das Teilen von Kompetenzen und Entscheidungsprozessen mit
sich bringt. In diesem Sinne wurden die nationalen ECLOF-Komitees
nicht nur dazu ermächtigt, größere Darlehen
ohne Rücksprache mit dem internationalen ECLOF-Verwaltungsrat
zu vergeben, sondern auch dazu aufgefordert, mit den Armen
zusammen-arbeitende Gemeinde-organisationen in die nationalen
Verwaltungsräte aufzunehmen. Letztere sollten Vertreter
in den internationalen Verwaltungsrat entsenden.
Zur
Bekräftigung der Ökumenischen Dekade der Kirchen
in Solidarität mit den Frauen (1988-1998) verpflichtete
sich ECLOF dazu, 1. Frauen stärker am Entscheidungsprozeß
zu beteiligen und 2. Frauenprojekte vermehrt zu unterstützen.
1988
waren 4 von 21 Verwaltungsratsmitgliedern Frauen. 1998 sind
es 15 von 24. In den nationalen ECLOF-Komitees beträgt
der Frauenanteil ca. 60%. Die Darlehensvergabe an Frauen nahm
im Laufe der Jahre stetig zu und erreichte 1997 53,2%.
Das
erste nationale ECLOF-Komitee des Südens entstand in
Myanmar (Birma). Das erste außereuropäische Darlehen
ging an die Maw Church.
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