Ökumenische Darlehensfonds (ECLOF)

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Was ist ECLOF?

GESCHICHTE
VISION
AUFTRAG
ECLOF-VERWALTUNGSRÄTE AUF GLOBALER UND NATIONALER EBENE
GESCHLECHTERFRAGEN
GRUNDSÄTZE UND LEITLINIEN


GESCHICHTE

  • Die Anfänge
  • Die weitere Entwicklung
  • Heute


The bombed church of (insert name) in Berlin, GermanyDie Anfänge

Der Ökumenische Darlehensfonds (ECLOF) ist eine gemeinnützige Ökumenische Organisation. Er wurde 1946 in Genf, Schweiz, gegründet.
Ursprünglich vergab ECLOF Darlehen für den Wiederaufbau von Kirchen in Mittel- und Westeuropa, die im Zweiten Weltkrieg zerstört worden waren.


Die weitere Entwicklung

Nachdem sich die Wirtschaft in Europa erholt hatte, weitete ECLOF seinen Aktionsradius auf die globale ökumenische Bewegung aus und fing an, Kirchen und Gemeinden auch außerhalb Europas zu unterstützen.

Neue nationale ECLOF-Komitees (NECs) wurden eingerichtet. Wie die europäischen Komitees setzten diese NECs die ECLOF-Fonds zunächst für den Bau von Kirchengebäuden, Schulen, Krankenhäusern und Gemeindezentren ein.

Seit Ende der 1960er Jahre setzt sich die globale ökumenische Bewegung verstärkt für größere soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit ein. Die globale Schuldenkrise, die in den 1970er und 1980er Jahren entstand, konfrontierte ECLOF mit der Herausforderung, Konzepte zu entwickeln, um den Kampf der Armen und Marginalisierten für mehr Gerechtigkeit und Emanzipation zu unterstützen.

In der Folge weitete ECLOF sein Mandat aus und begann, Darlehen für lokale einkommenschaffende Kleinprojekte von Kirchen, kirchlichen Gruppen und säkularen Gemeinwesenorganisationen in der so genannten „Dritten Welt“ (die heute im Allgemeinen „Länder des Südens“ oder einfach „der Süden“ genannt werden) zu vergeben.

Heute

ECLOF finanziert auch weiterhin den Bau von Kirchen, Schulen und anderen gemeinschaftsbezogenen Projekten. Die Mehrzahl der ECLOF-Komitees befindet sich heute jedoch im Süden und ihre Darlehensprogramme konzentrieren sich auf Entwicklungsprojekte an der Basis. Weitere Einzelheiten über ECLOF und seine Geschichte können Sie in „Fünfzig Jahre faire Kredite“ nachlesen.

 

VISION

ECLOF ist der festen Überzeugung, dass Armut, Ungleichheit und Ungerechtigkeit die Hauptfeinde von gesellschaftlicher Stabilität und Frieden sind.

Deshalb verfolgt ECLOF die Vision, den Aufbau bestandfähiger Gemeinschaften zu unterstützen, die:

* die Rechte und die Würde jedes Menschen, ungeachtet von Geschlecht, Rasse, Glauben, politischer Überzeugung oder sozioökonomischem Status, achten;

* der Stimme der Armen und Ausgeschlossenen Gehör schenken und breite Mitwirkung in Entscheidungsprozessen fördern;

* die Ganzheit von Gottes Schöpfung schützen und bewahren;

* die Grundbedürfnisse der Menschen befriedigen und sich für die nachhaltige Entwicklung aller einsetzen.



AUFTRAG

ECLOFs Auftrag besteht darin, als christliche Organisation faire Kredite für menschliche Entwicklung und bestandfähige Gemeinschaften bereitzustellen.
Zur Erfüllung seines Auftrags mobilisiert ECLOF Mittel, um:

* armen und ausgegrenzten Gruppen, die sich für die Entwicklung bestandfähiger Gemeinschaften und nachhaltiger Überlebensprojekte einsetzen, ungeachtet ihrer Religions- oder Rassenzugehörigkeit, auf breiter Ebene faire Kredite zur Verfügung zu stellen;

* Darlehen an christliche Organisationen zu vergeben, die sich mit Dienstleistungen oder Entwicklungsprojekten für arme und ausgegrenzte Gruppen einsetzen und keinen Zugang zu anderen Krediten haben;

* das Miteinanderteilen von Ressourcen zu fördern, die Verständnis, Solidarität und Eigenständigkeit stärken und nicht zu weiterer Außenverschuldung beitragen.

ECLOFs prioritäre Zielgruppe sind arme und ausgegrenzte Gruppen, die keinen fairen Zugang zu Finanzquellen haben und die:

* sich motiviert für eine Veränderung und Verbesserung ihrer Lage einsetzen;

* in der Lage sind, die Darlehen für einkommenschaffende Projekte oder für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Gruppe und/oder Gemeinschaft zu verwenden.



ECLOF-VERWALTUNGSRÄTE AUF GLOBALER UND NATIONALER EBENE

Der Verwaltungsrat von ECLOF-International

Die internationale Arbeit von ECLOF wird von einem 24-köpfigen Verwaltungsrat koordiniert, dessen Mitglieder alle Gruppen und Einrichtungen vertreten, die ein Interesse an ECLOF haben.

Da die nationalen ECLOF-Komitees (NECs) die Eckpfeiler von ECLOFs Mikrofinanzierungsprogrammen sind, machen die NEC-Vertreter/innen ein Drittel der Mitglieder des Verwaltungsrats von ECLOF-International aus und stellen damit die größte Einzelgruppe im Verwaltungsrat dar.

Es gibt NECs in 38 Ländern und sie verfügen in ihrer Arbeit über ein großes Maß an Eigenständigkeit. Ihnen kommt die Aufgabe zu, im Rahmen des globalen ECLOF-Mandats eigene Prioritäten zu setzen. Die NECs entwickeln Finanzprodukte und suchen geeignete Gruppen aus, die sie unterstützen können. Sie genehmigen auch die Mehrzahl der Darlehen und bauen Beziehungen mit Basisorganisationen auf, die mit den Armen arbeiten.

Die Verwaltungsräte der NECs

Die Politik von ECLOF-International sieht vor, dass jedes nationale Komitee in seinem Verwaltungsrat und anderen Entscheidungsgremien Vertreter/innen aus einem breiten Spektrum beteiligter Gruppen und Einrichtungen hat. Dabei handelt es sich um Vertreter/innen von Kirchen, beteiligten Nichtregierungsorganisationen (NROs) und der Armen selbst. Sie bilden den nationalen Verwaltungsrat, dem das NEC rechenschaftspflichtig ist.


GESCHLECHTERFRAGEN

Es ist vorgeschrieben, dass in den Verwaltungsräten auf globaler und nationaler Ebene Geschlechterparität herrschen muss.


GRUNDSÄTZE UND LEITLINIEN

Die Arbeit auf globaler und nationaler Ebene wird von den Globalen Strategischen Leitlinien (Global Policy Guidelines) und den Mindestleistungsstandards (Minimum Standards of Performance) geleitet. Alle waren an der Ausarbeitung dieser Grundsatzdokumente beteiligt und haben ihnen zugestimmt.

 
 
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